Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Erbringung von IaaS-Dienstleistungen
KAPITEL I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
- Das vorliegende Dokument stellt die Geschäftsbedingungen für die Erbringung von Dienstleistungen auf elektronischem Wege im Sinne von Art.
8 Abs. 1 Pkt. 1 des Gesetzes vom 18. Juli 2002 über die Erbringung von Dienstleistungen auf elektronischem Wege (Dz. U. 2002, Nr. 144, Pos. 1204, mit späteren Änderungen; nachfolgend kurz: „u.ś.u.d.e.“) dar, angewandt von der Mazura sp. z o.o. mit Sitz in Ząbki, ul. Baśniowa 1C/2, 05-091 Ząbki, eingetragen im Unternehmerregister durch das AMTSGERICHT FÜR DIE HAUPTSTADT WARSCHAU IN WARSCHAU, XIV. WIRTSCHAFTSABTEILUNG DES LANDESGERICHTSREGISTERS, unter der Nummer 0000971559, deren Registerakten bei diesem Gericht geführt werden, NIP: 1251732787 (nachfolgend: „Dienstleister“ genannt).
- Der Dienstleister erbringt für den Kunden, nach den im Vertrag sowie in den anderen in Abs. 3 dieses Kapitels genannten Dokumenten festgelegten Grundsätzen, IaaS-Dienstleistungen unter dem Namen WebDisk Cloud Computing.
- Die vorliegenden AGB bilden zusammen mit dem Dokument Service Level Agreement (SLA) sowie der Datenschutzerklärung einen integralen Bestandteil des zwischen dem Dienstleister und dem Kunden geschlossenen Vertrags.
- Erläuterung der im Text der AGB verwendeten Definitionen:
4.1. AGB – die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Erbringung von IaaS-Dienstleistungen unter dem Namen WebDisk Cloud Computing durch den Dienstleister.
4.2. SLA-Bedingungen – legen die Parameter fest, die mit den im Rahmen von WebDisk Cloud Computing erbrachten IaaS-Dienstleistungen verbunden sind (engl. SLA - Service Level Agreement) .
4.3. Datenschutzerklärung – ein Dokument, das die detaillierten Grundsätze der Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kunden festlegt, veröffentlicht auf der Website des Dienstleisters unter der Adresse https://webdisk.pl/oswiadczenie-o-ochronie-prywatnosci-ue
4.4. Leistungsspezifikation – die Beschreibung der vom Dienstleister für den Kunden erbrachten Dienstleistung, unter Angabe ihrer Parameter, des SLA, der Laufzeit, für die der Vertrag geschlossen wird, der Höhe der Abonnementgebühr sowie der Länge der Abonnementzeiträume, die den Anhang „Spezifikation der Parameter der Leistungserbringung“ zum Vertrag bildet.
4.5. Angebot – ein auf Grundlage der Anfrage des Kunden sowie der Handelsinformationen über die vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen (veröffentlicht auf der Website des Dienstleisters unter der Adresse https://webdisk.io) erstelltes Angebot, das individuell als Antwort auf die Anfrage des Kunden gerichtet ist.
4.6. Dienstleistungen – IaaS-Dienstleistungen WebDisk Cloud Computing, die darin bestehen, dass der Dienstleister dem Kunden, gemäß dem Angebot und auf dem in der Leistungsspezifikation angegebenen Niveau, Ressourcen (Festplatte, RAM und Prozessor) in KVM-Technologie auf Grundlage der zwischen den Parteien individuell vereinbarten und in der Leistungsspezifikation beschriebenen Bedingungen zur Verfügung stellt, sowie dem Kunden Zugang zu einer Internetanbindung samt Transferlimit gewährt, sofern das Limit gemäß dem Angebot oder den zwischen den Parteien vereinbarten, in der Leistungsspezifikation festgelegten individuellen Bedingungen Anwendung findet. Bestellt der Kunde Zusatzleistungen, so gehören auch die Zusatzleistungen zu den Dienstleistungen.
4.7. Zusatzleistungen – Dienstleistungen, die der Dienstleister für den Kunden zu den zwischen den Parteien individuell vereinbarten, in der Leistungsspezifikation festgelegten Bedingungen erbringt und die gegenüber den Dienstleistungen WebDisk Cloud Computing zusätzlichen Charakter haben, bestehend in: der Vermietung von Softwarelizenzen, der Administration des Dienstes sowie der Bereitstellung von Speicherplatz für die Sicherungskopie und der Erstellung von Sicherungskopien.
4.8. Administration des Dienstes – eine Zusatzleistung, die in der Installation der Umgebung und der Anwendungen, deren Konfiguration sowie Aktualisierung besteht – Umfang und Grundsätze der Nutzung des Administrationsdienstes sind in den für diesen Dienst maßgeblichen Geschäftsbedingungen oder im Vertrag festgelegt.
4.9. Sicherungskopie - ein Duplikat von Daten, das zum Zwecke der Datenarchivierung oder aus Gründen der Datensicherheit erstellt wird.
4.10. Datensicherheit – die Gewährleistung von Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit der im Zusammenhang mit der Erbringung des Dienstes verarbeiteten Daten sowie der Schutz der Daten vor dem Zugriff unbefugter Personen.
4.11. Bereitstellung von Speicherplatz für die Sicherungskopie – eine Zusatzleistung, die darin besteht, dass der Dienstleister dem Kunden Object Storage S3-Speicherplatz zur Aufbewahrung der Sicherungskopie zur Verfügung stellt. Die Erstellung der Sicherungskopie obliegt dem Kunden, sofern im Vertrag oder in der Leistungsspezifikation nichts anderes angegeben ist.
4.12. Vertrag – der Vertrag über die Erbringung des IaaS-Hostingdienstes WebDisk Cloud Computing durch den Dienstleister für den Kunden; der Vertrag kann auch Zusatzleistungen umfassen: die Vermietung von Lizenzen, Speicherplatz für die Sicherungskopie sowie die Verwaltung des Dienstes.
4.13. Dienstleister – der Anbieter der auf Grundlage der vorliegenden AGB für den Kunden erbrachten Dienstleistungen, dessen Daten in Absatz 1 dieses Kapitels der AGB angegeben sind.
4.14. Kunde – eine natürliche Person oder eine im eigenen Namen eine Gewerbetätigkeit ausübende natürliche Person, eine juristische Person oder eine Organisationseinheit ohne Rechtspersönlichkeit, die mit dem Dienstleister im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einen Vertrag geschlossen hat.
4.15. Parteien – die gemeinsame Bezeichnung für den Dienstleister und den Kunden.
4.16. Nutzer – eine natürliche Person, der der Kunde im Zusammenhang mit der Nutzung der vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen Ressourcen des gemieteten Servers oder anderer Geräte zur Verfügung gestellt hat, die sich im Rechenzentrum des Dienstleisters befinden und ihm gehören.
4.17. Kundenpanel – die Anwendung des Dienstleisters, die von ihm für den Kunden unter der Internetadresse https://cs.dco.webdisk.io oder https://cloud.dco.webdisk.io oder einer anderen im Vertrag angegebenen Adresse betrieben wird und die Durchführung von Operationen im Bereich der vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen ermöglicht.
4.18. Zugangsdaten zum Kundenpanel – der Benutzername und das Zugangspasswort für das Konto
des Kunden im Kundenpanel, von denen in Kapitel II § 1 Abs. 3 der AGB die Rede ist.
4.19. Aktivierung des Dienstes - die Bereitstellung der Dienstleistungen im Internet für den Kunden durch den Dienstleister,
die Gegenstand des Vertrags sind, der Beginn der Erbringung des Dienstes durch den Dienstleister für den Kunden.
4.20. Abonnementzeitraum – ein Zeitraum von einem Monat oder einem Vielfachen eines Monats, angegeben in der Leistungsspezifikation, in dem der Dienstleister die Abrechnung der ihm vom Kunden für die Dienstleistungen geschuldeten Vergütung vornimmt, die der Dienstleister auf Grundlage des Vertrags für den Kunden erbringt. Der Abonnementzeitraum ist zugleich der Zeitraum, für den der Vertrag zwischen den Parteien geschlossen wurde. Unter „Monat“ im Sinne dieses Punktes verstehen die Parteien dreißig aufeinanderfolgende Kalendertage.
4.21. Abonnementgebühr – die vom Kunden an den Dienstleister für die dem Kunden erbrachten Dienstleistungen entrichtete Gebühr, zahlbar in Abonnementzeiträumen während der gesamten Laufzeit des Vertrags, in der in der Leistungsspezifikation festgelegten Höhe; bestellt der Kunde Zusatzleistungen, so umfasst die Abonnementgebühr auch die Gebühr für die Erbringung dieser Zusatzleistungen.
4.22. Betreiber des Zahlungssystems – das Unternehmen, mit dem der Dienstleister einen Vertrag über die Abwicklung von Online-Zahlungen geschlossen hat.
4.23. Warez-Inhalte (Warez) - (vom engl. "wares" – Waren) ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Arten von Computerprodukten und Lizenzen - hauptsächlich kostenpflichtige proprietäre Software und modifizierte Softwareversionen, die illegal verbreitet werden, z. B. nach Entfernung des Kopierschutzes. Die Bezeichnung wird auch für andere unter Verletzung von Urheberrechten vertriebene Materialien verwendet – wie Musik, Filme oder E-Books – sowie für die Art der Bereitstellung von Dateien für andere Nutzer durch deren Aufteilung in kleine Teile und das Ablegen auf kostenlosen Servern.
4.24. Netzwerk – die Netzinfrastruktur sowie die technische Infrastruktur, die dem Kunden vom Dienstleister im Rahmen des geschlossenen Vertrags zur Verfügung gestellt werden.
4.25. IKT-System – gemäß Art. 2 Pkt. 3 u.ś.u.d.e. ist dies ein Verbund zusammenarbeitender IT-Geräte und Software, der die Verarbeitung und Speicherung sowie das Senden und Empfangen von Daten über Telekommunikationsnetze mittels eines für die jeweilige Netzart geeigneten Telekommunikationsendgeräts im Sinne des Gesetzes vom 16. Juli 2004 - Telekommunikationsrecht (Dz.U. Nr. 171, Pos. 1800, mit späteren Änderungen3) gewährleistet, das für den direkten oder indirekten Anschluss an Netzabschlusspunkte bestimmt ist.
4.26. Technische Infrastruktur des Dienstleisters - ein Verbund zusammenarbeitender Geräte sowie die Software, die zur Gewährleistung der Betriebskontinuität der vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen erforderlich sind.
4.27. Störung – eine ungeplante Unterbrechung der Verfügbarkeit der vom Dienstleister für den Kunden auf Grundlage des geschlossenen Vertrags erbrachten Dienstleistungen, die die Nutzung des Dienstes vollständig unmöglich macht oder die Nutzung des für den Kunden erbrachten Dienstes erheblich einschränkt und durch eine Fehlfunktion der technischen Infrastruktur des Dienstleisters verursacht wird.
4.28. Technische Unterbrechung – eine Unterbrechung der Verfügbarkeit der vom Dienstleister für den Kunden auf Grundlage des geschlossenen Vertrags erbrachten Dienstleistungen, die die Nutzung des Dienstes vollständig unmöglich macht oder die Nutzung des für den Kunden erbrachten Dienstes erheblich einschränkt, im Zusammenhang mit der Notwendigkeit der Durchführung von Wartungsarbeiten steht und vom Dienstleister geplant und dem Kunden mit mindestens zwölfstündigem Vorlauf angekündigt wurde.
4.29. Kundenpanel – das Kundenpanel zur Verwaltung der bestellten, über WebDisk Cloud Computing erbrachten Dienstleistungen, das sich auf der Seite https://cs.dco.webdisk.io oder https://cloud.dco.webdisk.io befindet
4.30. Problem – eine an den Dienstleister gerichtete Meldung, die das Funktionieren des Netzwerks oder der Dienstleistungen betrifft und über das Kundenpanel oder per E-Mail an die Adresse support@webdisk.io übermittelt wurde.
4.31. Höhere Gewalt – ein plötzliches, äußeres Ereignis, auf dessen Eintritt keine der Vertragsparteien Einfluss hatte und das keine von ihnen verhindern konnte, insbesondere Ausnahmezustände, Krieg, Überschwemmung, Brand, Epidemie (einschließlich nach Vertragsschluss eingeführter Restriktionen im Zusammenhang mit einem epidemischen Gefährdungs- oder Epidemiezustand), langanhaltende Einschränkungen oder Unterbrechungen der Versorgung mit elektrischer Energie oder anderen zur Erfüllung des Vertrags erforderlichen Medien, überregionale Verkehrsblockaden, Starkregen, Erdbeben, Streik, Cyberangriff, gesellschaftliche Katastrophen oder Einstürze von Bauwerken oder Gebäuden etc.
4.32. Transfer – die maximale Datenmenge (gemessen in Bits), die über einen bestimmten Telekommunikationskanal oder eine Leitung pro Zeiteinheit (gemessen in Sekunden) übertragen werden kann.
4.33. Verfügbarkeit der Dienste – die Zeit, in der der Kunde die Möglichkeit hat, die auf Grundlage des Vertrags vom Dienstleister für ihn erbrachten Dienstleistungen zu nutzen.
4.34. SPAM – unerwünschte, unbestellte elektronische Nachrichten, die massenhaft versandt werden, ohne dass zuvor die ausdrückliche Zustimmung des Empfängers zu deren Erhalt eingeholt wurde.
4.35. Proxy-Gateways – Anwendungsvermittler, die Anfragen von Anwendungen weiterleiten; sie bilden einen Puffer zwischen ihrem Nutzer und den Ressourcen des Internets.
4.36. DSGVO - Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung; ABl. EU vom 04.05.2016, L 119/1).
4.37. Personenbezogene Daten – Gemäß Art. 4 Pkt. 1) DSGVO sind dies Informationen über eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person ("betroffene Person"); als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt identifiziert werden kann, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Faktoren, die die physische, physiologische, genetische, psychische, wirtschaftliche, kulturelle oder soziale Identität der natürlichen Person bestimmen;.
4.38. Verantwortlicher für personenbezogene Daten – der Dienstleister, soweit er die personenbezogenen Daten des Kunden zu den in Kapitel VI der AGB festgelegten Bedingungen verarbeitet und über die Zwecke der Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kunden entscheidet.
- Für das Zusammenwirken mit dem vom Dienstleister verwendeten IKT-System ist erforderlich, dass der Kunde einen mit dem Internet verbundenen Computer nutzt, der mit dem Webbrowser Microsoft Edge, Microsoft Internet Explorer, Mozilla Firefox, Opera oder Chrome in der aktuellen Version ausgestattet ist. Die für das Zusammenwirken mit dem vom Dienstleister verwendeten IKT-System erforderlichen technischen Anforderungen können höher sein als im vorstehenden Satz angegeben, abhängig von den zwischen den Parteien individuell vereinbarten Bedingungen, wobei sie im Einzelnen in der Leistungsspezifikation beschrieben sind. Erfüllt die vom Kunden verwendete Computerausstattung die in den beiden vorstehenden Sätzen genannten Merkmale nicht, kann dies die Nutzung der vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen durch den Kunden unmöglich machen, wofür der Dienstleister keine Verantwortung trägt.
- Der Dienstleister gewährleistet den Betrieb des von ihm verwendeten IKT-Systems und ermöglicht dem Kunden unentgeltlich, die Nutzung des auf elektronischem Wege erbrachten Dienstes jederzeit zu beenden. Die Beendigung der Nutzung des auf elektronischem Wege erbrachten Dienstes führt nicht zur Erstattung der entrichteten Abonnementgebühr – in diesem Fall wird sie vom Dienstleister einbehalten.
KAPITEL II. AUFNAHME UND EINSTELLUNG DER LEISTUNGSERBRINGUNG
- Art und Weise des Vertragsschlusses
1.1. Die Bestellung des vom Dienstleister angebotenen Dienstes erfolgt durch die Annahme des Angebots des Dienstleisters durch den Kunden, das als Antwort auf die auf elektronischem Wege gestellte Anfrage des Kunden übersandt wurde, durch das Ausfüllen des Bestellformulars oder durch das Senden einer Anfrage an die E-Mail-Adresse des Dienstleisters.
1.2 Bei der Bestellung von Dienstleistungen ist der Kunde verpflichtet:
1.2.1. seine personenbezogenen Daten in dem im Dokument der Datenschutzerklärung angegebenen Umfang anzugeben,
die für die Umsetzung der Bestimmungen der AGB erforderlich sind;
1.2.2. die Kenntnisnahme und die Akzeptanz der Vertragsbedingungen zu bestätigen, die enthalten sind in
den AGB, der Leistungsspezifikation, der Datenschutzerklärung sowie gegebenenfalls in den Lizenzbedingungen;
1.2.3. zu bestätigen, dass er mit dem Dienstleister einen Vertrag abschließt.
1.3. Der Kunde ist verpflichtet, bei der Bestellung seine korrekten Kontaktdaten sowie seine Daten für die Rechnungsstellung anzugeben. Zur Überprüfung der vom Kunden angegebenen Daten kann der Dienstleister vor der Aktivierung des Dienstes vom Kunden die Vorlage von Originalen oder von notariell als mit dem Original übereinstimmend beglaubigten Dokumenten verlangen, die die Richtigkeit der vom Kunden angegebenen Daten bestätigen. Die Angabe unwahrer Daten und damit die Verletzung der Bestimmungen des Vertrags berechtigt den Dienstleister, die Aktivierung des Dienstes zu verweigern und den Vertrag mit sofortiger Wirkung aus Verschulden des Kunden zu kündigen. In diesem Fall wird die vom Kunden entrichtete Abonnementgebühr an den Kunden erstattet oder, sofern eine Erstattung nicht möglich ist, vom Dienstleister einbehalten.
1.4. Nach Aufgabe der Bestellung und Annahme der Vertragsbedingungen durch den Kunden stellt der Dienstleister dem Kunden eine MwSt.-Rechnung oder eine Proforma-Rechnung über die Abonnementgebühr aus und übersendet sie anschließend per E-Mail an die vom Kunden bei der Bestellung angegebene E-Mail-Adresse.
1.5. Der Dienst wird innerhalb von 24 Stunden ab dem Zeitpunkt aktiviert, zu dem der Kunde die gesamte Abonnementgebühr auf Grundlage der ihm gemäß Absatz 4 oben zugestellten Rechnung bezahlt hat, sofern die Zahlung an einem Arbeitstag auf dem Konto des Dienstleisters eingeht. Wird der Dienst an einem gesetzlich arbeitsfreien Tag bezahlt, so wird er am ersten Arbeitstag aktiviert, der auf diesen arbeitsfreien Tag folgt.
1.6. Sofern im Vertrag nichts anderes angegeben ist, wird der Vertrag mit dem Kunden für die Dauer des bezahlten, in der Leistungsspezifikation angegebenen Abonnementzeitraums geschlossen und erlischt mit Ablauf des bezahlten Abonnementzeitraums, es sei denn, der Kunde zahlt an den Dienstleister nach Maßgabe von § 2 Abs. 6 dieses Kapitels die Abonnementgebühr für den nächsten Abonnementzeitraum, was der Erklärung des Willens des Kunden gleichkommt, den Vertrag um den nächsten bezahlten Abonnementzeitraum zu verlängern.
- Zahlungen
2.1. Die Abrechnungen der Parteien erfolgen in dem in der Leistungsspezifikation angegebenen Abonnementzeitraum.
2.2. Die Abonnementgebühr wird für den gesamten Abonnementzeitraum im Voraus erhoben, in der in der Leistungsspezifikation angegebenen Höhe.
2.3. Der Dienstleister verpflichtet sich, dem Kunden unverzüglich nach Erhalt der Dienstbestellung des Kunden eine Rechnung oder eine Proforma-Rechnung über die Abonnementgebühr für den ersten Abonnementzeitraum auszustellen.
2.4. Wird eine Proforma-Rechnung ausgestellt, so führt die Nichtzahlung der gesamten Abonnementgebühr durch den Kunden innerhalb von 14 Tagen ab dem Datum der Ausstellung der Proforma-Rechnung und ihrer Übermittlung an die E-Mail-Adresse des Kunden gemäß § 1 Abs. 3 dieses Kapitels dazu, dass der bestellte Dienst nicht aktiviert wird und der Dienstleister den Vertrag mit sofortiger Wirkung aus Verschulden des Kunden kündigt.
2.5. Die Zahlung der Abonnementgebühr durch den Kunden erfolgt per Überweisung auf die Bankkontonummer des Dienstleisters, die in der von ihm ausgestellten MwSt.-Rechnung oder Proforma-Rechnung angegeben ist. Bei der Zahlung der Abonnementgebühr ist der Kunde verpflichtet, im Verwendungszweck der Überweisung die Nummer der MwSt.-Rechnung oder Proforma-Rechnung anzugeben, auf die sich die Abonnementgebühr bezieht. Der Kunde trägt in vollem Umfang die Kosten der Entrichtung der Abonnementgebühr an den Dienstleister (Kosten der Banküberweisung). Als Zahlungstag gilt für die Parteien der Tag der Gutschrift des vollen Zahlungsbetrags auf dem Bankkonto des Dienstleisters.
2.6. Der Dienstleister verpflichtet sich, Proforma-Rechnungen mit einer Zahlungsfrist von 7 Tagen über die Abonnementgebühr für die folgenden Abonnementzeiträume spätestens 7 Tage vor Ende des laufenden und bezahlten Abonnementzeitraums auszustellen. Die Zahlung der Abonnementgebühr für den nächsten Abonnementzeitraum durch den Kunden kommt der Erklärung des Willens des Kunden gleich, den Vertrag um den nächsten Abonnementzeitraum zu verlängern. Nach Ablauf des bezahlten Abonnementzeitraums und bei Nichtzahlung der Abonnementgebühr für den nächsten Abonnementzeitraum durch den Kunden wird der Dienst für weitere 14 Tage gesperrt, gerechnet ab dem Tag des Ablaufs der Zahlungsfrist der Proforma-Rechnung. Geht dem Dienstleister in diesem Zeitraum die Bestätigung der Zahlung der gesamten Abonnementgebühr für den nächsten Abonnementzeitraum zu, so wird der Zugang zu den Diensten sofort entsperrt, und dies kommt der Verlängerung des Vertrags um den nächsten Abonnementzeitraum gleich. Nach Ablauf der in diesem Absatz genannten 14-tägigen Sperrfrist des Dienstes erfolgt bei Nichtzahlung der Abonnementgebühr für den nächsten Abonnementzeitraum durch den Kunden die sofortige Löschung des aktivierten Dienstes sowie der personenbezogenen Daten des Kunden aus den Datenbanken des Dienstleisters. Der Dienstleister trägt keine Verantwortung für einen Schaden, der dem Kunden oder einer anderen Person infolge der Sperrung des Dienstes sowie der Löschung des aktivierten Dienstes nach Maßgabe dieses Absatzes entsteht.
2.7. Der Dienstleister trägt keine Verantwortung für Probleme, die sich aus Zahlungsverzögerungen ergeben, die Folge des Handelns oder Unterlassens Dritter (Banken, Post usw.) sind.
2.8. Der Dienstleister verpflichtet sich, die finanziellen Bedingungen der Leistungserbringung während der Dauer des bezahlten Abonnementzeitraums nicht zu ändern.
2.9. Wurde eine Proforma-Rechnung ausgestellt, so verpflichtet sich der Dienstleister, mit dem Zeitpunkt der Verbuchung der Zahlung für den Dienst eine MwSt.-Rechnung innerhalb von höchstens sieben Arbeitstagen auszustellen.
2.10. Proforma-Rechnungen und MwSt.-Rechnungen werden vom Dienstleister für den Kunden in elektronischer Form ausgestellt, wozu der Kunde durch den Abschluss des Vertrags mit dem Dienstleister und die Annahme der vorliegenden AGB seine Zustimmung erteilt. Die so ausgestellten Rechnungen werden dem Kunden per E-Mail an die im Vertrag angegebene E-Mail-Adresse des Kunden zugestellt. Die Parteien können vereinbaren, dass die vom Dienstleister ausgestellten MwSt.-Rechnungen dem Kunden zusätzlich über die Poczta Polska als gewöhnliche Sendung übersandt werden. In diesem Fall ist der Kunde verpflichtet, den Versand der Rechnung per traditioneller Post mittels Meldungen im Kundenpanel zu bestellen.
- Änderungen des Vertrags
Der Dienstleister behält sich die Möglichkeit vor, Änderungen am Inhalt der AGB, der Leistungsspezifikation, der SLA-Bedingungen, der Lizenzbedingungen sowie der Datenschutzerklärung vorzunehmen, die er durch die Veröffentlichung des Inhalts der neuen Dokumente auf seiner Website unter der Adresse https://webdisk.io bekannt gibt. Im Falle einer Änderung der im vorstehenden Satz genannten Dokumente verpflichtet sich der Dienstleister, den Kunden über die vorgenommenen Änderungen zu informieren. Zu diesem Zweck übersendet der Dienstleister spätestens 30 Tage vor dem Datum des Inkrafttretens der Änderungen des Dokuments an die vom Kunden in der Bestellung angegebene E-Mail-Adresse eine elektronische Nachricht mit einem Link zum Inhalt des geänderten Dokuments. Informiert der Kunde vor dem Inkrafttreten der in diesem Absatz genannten Änderungen den Dienstleister nicht per E-Mail an die Adresse: office@webdisk.io oder durch das Senden einer Meldung aus dem Kundenpanel darüber, dass er der Geltung des geänderten Inhalts der Dokumente für ihn nicht zustimmt, so geht der Dienstleister davon aus, dass die Änderungen akzeptiert wurden. Hat der Kunde den Dienstleister nach Maßgabe des vorstehenden Satzes darüber informiert, dass er der Geltung des geänderten Inhalts der Dokumente für ihn nicht zustimmt, so gilt für ihn bis zum Ende des vom Kunden bezahlten Abonnementzeitraums der bisherige Inhalt der Dokumente. Bei der Verlängerung des Vertrags um den nächsten Abonnementzeitraum gilt für den Kunden der neue, geänderte Inhalt der in diesem Absatz genannten Dokumente.
- Beendigung des Vertrags
4.1. Sofern im Vertrag nichts anderes angegeben ist, erlischt der Vertrag mit dem Tag des Endes des bezahlten Abonnementzeitraums. Zahlt der Kunde die Abonnementgebühr für den nächsten Abonnementzeitraum gemäß den Bestimmungen des § 2 Abs. 6 dieses Kapitels, so wird der Vertrag um den nächsten, bezahlten Abonnementzeitraum verlängert, wobei die Parteien, vorbehaltlich des dem Dienstleister zustehenden Rechts zur einseitigen Änderung der Dokumente gemäß Punkt 3 dieses Kapitels, im Falle einer Änderung der Bedingungen der Leistungserbringung im nächsten Abonnementzeitraum verpflichtet sind, sich insoweit zu verständigen und den Vertrag entsprechend zu ändern.
4.2. Im Falle des Todes eines Kunden, der eine natürliche Person ist, sowie im Falle der Liquidation eines Kunden, der eine juristische Person oder eine Organisationseinheit ohne Rechtspersönlichkeit ist, wie auch im Falle des Verlusts der vollen Geschäftsfähigkeit durch den Kunden, erlischt der Vertrag. Die Bestimmungen des Unterpunkts 4.6 dieses Punktes betreffend den Fall der nicht in Anspruch genommenen Abonnementgebühr finden entsprechende Anwendung.
4.3. Nach dem Ende des bezahlten Abonnementzeitraums des Dienstes kann der Dienstleister in Ausnahmesituationen, insbesondere bei Handlungen des Kunden, die zu einer Destabilisierung des Systems oder der Infrastruktur des Dienstleisters führen, oder bei der Vornahme von Handlungen, die das Risiko einer Verringerung des Informationssicherheitsniveaus in den Systemen des Dienstleisters erhöhen, dem Kunden die Verlängerung des Abonnements des Dienstes um den nächsten Abrechnungszeitraum verweigern. Die ablehnende Entscheidung ist schriftlich zu begründen.
4.4. Der Dienstleister behält sich das Recht vor, dem Kunden den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen und die für den Kunden erbrachten Dienste zu sperren, wenn:
4.4.1. der Kunde in grober Weise gegen die Bestimmungen des für ihn geltenden Vertrags verstößt, einschließlich der Dokumente, aus denen sich der Vertrag zwischen den Parteien zusammensetzt;
4.4.2. der Kunde bei der Nutzung der vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen gegen allgemein geltende Rechtsvorschriften verstößt oder Rechte oder Güter Dritter verletzt;
4.4.3. der Kunde die vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen zweckwidrig, übermäßig oder unter unsachgemäßer Beanspruchung der Ressourcen des Dienstleisters nutzt;
4.4.4. der Kunde bei der Nutzung der vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen zum Schaden des Dienstleisters handelt;
4.4.5. der Dienstleister seine Geschäftstätigkeit aussetzt oder beendet;
4.4.6. der Dienstleister sich als zahlungsunfähig erweist;
4.4.7. wenn die weitere Erbringung des Dienstes aus objektiv begründeten Ursachen unmöglich geworden ist;
4.4.8. in den in § 1 Abs. 3 und § 2 Abs. 4 dieses Kapitels bestimmten Fällen.
4.5. Die Erklärung über die Beendigung oder Kündigung des Vertrags ist der anderen Partei in schriftlicher oder elektronischer Form abzugeben, an die Korrespondenzadresse bzw. die E-Mail-Adresse, die angegeben ist: für den Dienstleister – in Kapitel VIII Abs. 2 Pkt. 1 der AGB, für den Kunden – im Vertrag.
4.6. Im Falle der Kündigung des Vertrags durch eine der Parteien wird die vom Kunden nicht in Anspruch genommene Abonnementgebühr nicht erstattet.
4.7. Der Dienstleister trägt keine Verantwortung für irgendeinen Schaden im Zusammenhang mit der Nichtverlängerung der Dienste für den Kunden um den nächsten Abonnementzeitraum gemäß Absatz 3 dieses Paragrafen, noch für irgendeinen Schaden im Zusammenhang mit der Kündigung des Vertrags gegenüber dem Kunden mit sofortiger Wirkung und der Sperrung der Dienste gemäß Absatz 4 dieses Paragrafen.
4.8. Der Dienstleister verpflichtet sich, die vom Kunden zum Zwecke der Erfüllung des Vertrags zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten des Kunden aus den Datenbanken des Dienstleisters zu löschen sowie sämtliche vom Kunden auf den Servern des Dienstleisters abgelegten Inhalte zu entfernen, und zwar innerhalb von 7 Tagen ab dem Tag des Erlöschens oder der Beendigung des Vertrags.
KAPITEL III. RECHTE UND PFLICHTEN DER PARTEIEN
- Der Dienstleister verpflichtet sich, für den Kunden Dienstleistungen in dem Umfang zu erbringen, der in der vom Kunden aufgegebenen und bezahlten Bestellung festgelegt ist, und unter der Voraussetzung, dass ihre Ausführung möglich ist. Der Dienstleister gewährleistet selbständig und auf eigene Kosten die Bedingungen, die dem Kunden die Nutzung der Dienstleistungen unter Einhaltung der im SLA-Dokument beschriebenen Parameter ermöglichen.
- Der Kunde ist verpflichtet:
2.1. vertrauliche Daten, wie Zugangspasswörter, zu sichern und sorgfältig zu verwahren;
2.2. die vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen nicht zu nutzen zum Zwecke der Ausübung
einer Tätigkeit, die mit den allgemein geltenden gesellschaftlichen und sittlichen Normen unvereinbar ist, oder einer rechtswidrigen Tätigkeit oder in einer Weise, die eine Rechtsverletzung darstellen kann, insbesondere zum Zwecke des Betreibens von Websites, die erotische, pornografische, obszöne, allgemein als vulgär angesehene Inhalte oder Warez-Inhalte enthalten, die illegale Software enthalten, die Wissen über Techniken des Knackens von Zugangscodes (Cracking, Phishing) oder der Erstellung von Viren verbreiten, die Inhalte enthalten, die zu strafbaren Handlungen anregen, oder deren Elemente von anderen Websites genutzt werden, die nicht auf den Servern des Dienstleisters betrieben werden;
2.3. die vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen nicht in einer Weise zu nutzen, die Rechte Dritter verletzt, insbesondere Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte;
2.4. die Systemressourcen des Dienstleisters weder in einer Weise zu nutzen, die deren Nutzung durch andere Kunden erschwert, noch in einer Weise, die mit dem Charakter und dem Zweck des Dienstes unvereinbar ist;
2.5. die vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen nicht für den Versand von SPAM zu nutzen;
2.6. keinen SPAM zu versenden, der Werbung für Websites darstellt, die auf den Servern des Dienstleisters betrieben werden oder in irgendeiner Weise auf Ressourcen verweisen, die auf den vom Dienstleister betriebenen Servern gespeichert sind;
2.7. keine Versuche zu unternehmen, in Systemressourcen des Dienstleisters einzugreifen, für die der Kunde keine Berechtigungen hat;
2.8. die von ihm verwendete Software abzusichern und zu aktualisieren;
2.9. die Grundsätze der Nutzung der Dienste einzuhalten, die sich aus den geltenden, vom Dienstleister bekannt gegebenen Dokumenten ergeben, insbesondere aus den AGB, dem SLA-Dokument, der Leistungsspezifikation, den Lizenzbedingungen, den Geschäftsbedingungen für Zusatzleistungen, sofern solche Dienste erworben wurden, sowie sich laufend mit den in diesen Dokumenten vorgenommenen Änderungen vertraut zu machen;
2.10. den Dienstleister über alle Umstände zu informieren, die Einfluss auf die Erfüllung des Vertrags haben können;
2.11. die Abonnementgebühren fristgerecht zu entrichten,
2.12. seine Daten im Kundenpanel zu aktualisieren.
- Der Kunde hat das Recht, frei über die Daten zu verfügen, die er mithilfe des Dienstes WebDisk Cloud Computing verarbeitet, vorbehaltlich der Bestimmungen des Punktes 2 des Kapitels II sowie der Punkte 3 bis 5 dieses Kapitels.
- Der Kunde ist für sämtliche Software verantwortlich, die er im Rahmen des Dienstes WebDisk Cloud Computing auf den Servern installiert; für die vom Kunden installierte Software trägt der Dienstleister keine Verantwortung. Der Kunde trägt zudem die volle Verantwortung für die Art und Weise der Nutzung der vom Dienstleister für ihn erbrachten Dienstleistungen.
- Erhält der Dienstleister Kenntnis davon, dass der Kunde die vom Dienstleister erbrachten Dienstleistungen entgegen den AGB oder den geltenden Rechtsvorschriften nutzt, so ist der Dienstleister berechtigt, die personenbezogenen Daten des Kunden in dem Umfang zu verarbeiten, der zur Feststellung der Verantwortlichkeit des Kunden erforderlich ist, unter der Bedingung, dass er den Umstand des Erhalts sowie den Inhalt dieser Nachrichten zu Beweiszwecken festhält.
- Der Dienstleister ist berechtigt, die auf seinen Servern gespeicherten, vom Kunden bereitgestellten Daten zu sperren, wenn er eine glaubwürdige Nachricht über den rechtswidrigen Charakter dieser Daten erhält. Der Dienstleister ist jedoch verpflichtet, den Kunden zuvor unverzüglich über die Absicht der Sperrung der vom Kunden auf seinen Servern abgelegten Daten zu informieren. Ein dem Inhalt dieses Absatzes entsprechendes Handeln des Dienstleisters befreit ihn von der Verantwortung gegenüber dem Kunden für einen Schaden, der dadurch entstanden ist, dass ihm der Zugang zu Daten rechtswidrigen Charakters unmöglich gemacht wurde.
- Der Dienstleister ist auch dann berechtigt, die auf seinen Servern gespeicherten, vom Kunden bereitgestellten Daten zu sperren, wenn er eine amtliche Benachrichtigung über den rechtswidrigen Charakter dieser Daten erhält. In diesem Fall entfällt die in Absatz 6 Satz 2 dieses Kapitels vorgesehene Informationspflicht, und der Dienstleister ist berechtigt, den zuständigen Organen der öffentlichen Gewalt die vom Kunden angegebenen Kontaktdaten zu übermitteln. Ein dem Inhalt dieses Absatzes entsprechendes Handeln des Dienstleisters befreit ihn von der Verantwortung gegenüber dem Kunden für einen Schaden, der dadurch entstanden ist, dass ihm der Zugang zu Daten rechtswidrigen Charakters unmöglich gemacht wurde.
KAPITEL IV. ANWENDUNG DES SLA-DOKUMENTS
- Der Dienstleister verpflichtet sich, die vom Kunden bestellten Dienstleistungen für ihn zu erbringen und dabei selbständig und auf eigene Kosten die Bedingungen zu gewährleisten, die dem Kunden die Nutzung der Dienste unter Einhaltung der in den SLA-Bedingungen beschriebenen Parameter ermöglichen, gemäß den Bestimmungen des Vertrags, der AGB, der Leistungsspezifikation sowie der Datenschutzerklärung.
- Der Dienstleister weist den RAM-Speicher allokationsbasiert zu, bis zu dem in der Leistungsspezifikation angegebenen Maximalwert, und ergreift die erforderlichen Maßnahmen, um nicht weniger als 20% dieses Wertes aufrechtzuerhalten.
- Die Anwendung des SLA-Dokuments ist ausgeschlossen:
3.1. im Falle des Auftretens einer technischen Unterbrechung;
3.2. im Falle des Auftretens einer Störung oder einer Betriebsunterbrechung von Geräten, die nicht Teil des Netzwerks sind, aber
bei der Erbringung der Dienstleistungen unerlässlich sind;
3.3. im Falle des Auftretens einer Störung, deren Ursache die eigenmächtige Modifikation
von Systemkomponenten durch den Kunden oder durch Dritte ist, für die der Dienstleister keine Verantwortung trägt;
3.4. im Falle des Auftretens einer Störung in der Softwareschicht des Servers;
3.5. bei Überschreitung der in der Leistungsspezifikation festgelegten Sicherheitsparameter durch die vom Kunden verwendeten Systeme.
- Tätigkeiten, die nicht zum typischen technischen Support (z. B. Installation der Software des Kunden oder deren Reparatur, Vornahme von Änderungen auf der Website des Kunden, nicht standardmäßige Konfiguration der Dienste usw.) und zur Aufrechterhaltung des Dienstes gehören, können vom Dienstleister entgeltlich ausgeführt werden. Der Dienstleister hat das Recht, die Ausführung einer im vorstehenden Satz genannten Tätigkeit ohne Angabe von Gründen zu verweigern. Die in diesem Paragrafen genannten Tätigkeiten, die nicht zum typischen technischen Support gehören, sind weder vom Vertrag umfasst noch stellen sie Dienstleistungen im Sinne der AGB dar.
KAPITEL V. GRUNDSÄTZE DER HAFTUNG DES DIENSTLEISTERS
- Haftungsbeschränkungen des Dienstleisters
1.1. Der Dienstleister haftet für den Schaden, der dem Kunden infolge der Nichterfüllung oder nicht ordnungsgemäßen Erfüllung des Vertrags durch den Dienstleister entstanden ist, es sei denn, diese ist durch Umstände verursacht, die der Dienstleister nicht zu vertreten hat, insbesondere:
1.1.1. durch die fehlende Verfügbarkeit der Dienste, verursacht durch das Handeln Dritter oder durch höhere Gewalt;
1.1.2. durch die Nutzung der erbrachten Dienstleistungen durch den Kunden in einer Weise, die im Widerspruch zum allgemein geltenden Recht, zu den AGB, der Leistungsspezifikation, dem SLA-Dokument, den Lizenzbedingungen oder der Datenschutzerklärung steht;
1.1.3. durch die Angabe unwahrer oder unvollständiger Daten durch den Kunden im Bestellformular;
1.1.4. durch die Verwendung der Zugangsdaten des Kunden durch Dritte, einschließlich der Zugangsdaten zum E-Mail-Konto, sofern diese Daten Dritten vom Kunden zugänglich gemacht wurden oder ihre Erlangung durch Dritte auf deren unzureichende Sicherung durch den Kunden zurückzuführen ist;
1.1.5. durch die Nutzung von aus dem Internet heruntergeladenen Materialien oder heruntergeladener Software durch den Kunden;
1.1.6. durch das fehlerhafte Funktionieren von Software, die der Kunde auf dem Server des Dienstleisters installiert hat und nutzt.
1.2. Die in Absatz 1 dieses Paragrafen vorgesehene Schadensersatzhaftung des Dienstleisters ist auf einen Betrag in Höhe des Gegenwerts der in der Leistungsspezifikation angegebenen Abonnementgebühr für 1 Abonnementzeitraum beschränkt.
1.3. Der Dienstleister haftet nicht für das fehlerhafte Funktionieren des IKT-Systems, das durch von ihm unabhängige Ursachen bedingt ist, insbesondere durch die Einwirkung höherer Gewalt, durch Störungen der Systeme und Leitungen anderer Anbieter von auf elektronischem Wege erbrachten Dienstleistungen sowie durch Eingriffe von Behörden und Institutionen der öffentlichen Verwaltung.
1.4. Der Dienstleister haftet für die Nichtwahrung der gebotenen Sorgfalt bei der Erfüllung des Vertrags. Diese Haftung umfasst den tatsächlichen Schaden, unter Ausschluss des dem Kunden entgangenen Gewinns. Die Haftung des Dienstleisters ist dabei auf einen Betrag in Höhe des Gegenwerts der in der Leistungsspezifikation angegebenen Abonnementgebühr für 1 Abonnementzeitraum beschränkt.
1.5. Der Dienstleister haftet nicht für das fehlerhafte Funktionieren der von ihm erbrachten Dienstleistungen, wenn die sich aus dem Dokument der Leistungsspezifikation ergebenden Parameter des Dienstes nicht ausreichen, um die vom Kunden auf dem Server installierten Ressourcen zu bedienen.
1.6. Der Dienstleister haftet nicht für einen Schaden, der dem Kunden im Zusammenhang mit dem Auftreten von Schadcode auf der Website des Kunden entstanden ist, dessen Installation infolge von Fehlern der vom Kunden verwendeten Software oder infolge unterlassener Aktualisierungen dieser Software durch den Kunden erfolgt ist.
1.7. Der Dienstleister haftet nicht für die rechtswidrige Nutzung der erbrachten Dienstleistungen durch den Kunden, den Nutzer oder andere Personen, denen der Kunde seine Zugangspasswörter zugänglich gemacht hat.
- Zusätzliche Beschränkungen
2.1. Um eine möglichst hohe und für alle Kunden gleiche Qualität der Dienstleistungen zu gewährleisten, führt der Dienstleister Sicherheitsparameter ein, deren aktuelle Werte auf der folgenden Seite angegeben wurden: webdisk.io
2.2. Belastet die vom Kunden eingesetzte Software die Server des Dienstleisters übermäßig, was eine Verringerung der Qualität der vom Dienstleister den übrigen Kunden erbrachten Dienstleistungen unter die im SLA-Dokument angegebenen Parameter oder die Verursachung einer Störung durch den Kunden befürchten lässt, so ist der Dienstleister berechtigt, die Erbringung der Dienstleistungen für den Kunden auszusetzen, ohne den Kunden zuvor davon benachrichtigen zu müssen.
2.3. Der Dienstleister kann in besonderen Fällen zusätzliche Beschränkungen anwenden, einschließlich der Sperrung des Servers des Kunden, beispielsweise bei: unstreitigen Rechtsverstößen oder der Schaffung einer realen Gefahr für die Stabilität des Servers durch den Kunden. Der Kunde wird unverzüglich über die vom Dienstleister angewandten Beschränkungen informiert.
2.4. Dem Kunden steht das Recht zu, gegen die Entscheidung des Dienstleisters über die Aussetzung der Leistungserbringung auf Grundlage von Absatz 2 oder 3 dieses Paragrafen Einspruch einzulegen. Weist der Kunde nach, dass seine Handlungen nicht den Eintritt der in den Absätzen 2 und 3 dieses Paragrafen genannten Situationen befürchten ließen, oder stellt der Dienstleister die Einstellung der festgestellten Verstöße fest, so nimmt der Dienstleister die Erbringung der Dienstleistungen für den Kunden unverzüglich wieder auf.
2.5. Entsteht dem Dienstleister ein Schaden aus den in den Absätzen 2 und 3 dieses Paragrafen genannten Handlungen des Kunden, die sich als unbegründet erwiesen haben, so ist der Dienstleister berechtigt, gegenüber dem Kunden einen Schadensersatzanspruch geltend zu machen. Der im vorstehenden Satz genannte Schadensersatzanspruch ist auf einen Betrag in Höhe des Gegenwerts der in der Leistungsspezifikation angegebenen Abonnementgebühr für 1 Abonnementzeitraum beschränkt und umfasst lediglich den tatsächlichen Schaden.
KAPITEL VI. SCHUTZ PERSONENBEZOGENER DATEN
1.1. Der Dienstleister ist Verantwortlicher für die personenbezogenen Daten des Kunden, die zum Zwecke der Erfüllung des Vertrags zur Verfügung gestellt wurden.
1.2. Die sich aus Art. 13 DSGVO ergebende Informationspflicht hat der Dienstleister gegenüber dem Kunden vor Vertragsschluss erfüllt, indem er ihm die Datenschutzerklärung zugänglich gemacht hat, deren aktueller Text unter der Internetadresse https://webdisk.pl/oswiadczenie-o-ochronie-prywatnosci-ue zu finden ist. Der Kunde bestätigt durch den Abschluss des Vertrags mit dem Dienstleister, dass er sich vor Vertragsschluss mit dem Inhalt der Datenschutzerklärung vertraut gemacht hat sowie deren Inhalt versteht und akzeptiert.
1.3. Sofern die Erbringung der Dienstleistungen durch den Dienstleister für den Kunden erfordert, dass der Kunde dem Dienstleister die Verarbeitung personenbezogener Daten anvertraut, erfolgt eine solche Beauftragung auf Grundlage eines gesonderten, zwischen den Parteien geschlossenen Vertrags über die Auftragsverarbeitung personenbezogener Daten, der die Anforderungen aus Art. 28 Abs. 3 DSGVO erfüllt.
KAPITEL VII. REKLAMATIONEN
- Im Falle der Nichterbringung oder nicht ordnungsgemäßen Erbringung des Dienstes durch den Dienstleister ist der Kunde berechtigt, eine Reklamation einzureichen. Reklamationen der vom Dienstleister für den Kunden erbrachten Dienstleistungen können eingereicht werden über:
1.1. die Post an die Adresse: ul. Baśniowa 1C/2, 05-091 Ząbki,
1.2. das Fax an die Telefonnummer: +48.574311332,
1.3. die E-Mail an die E-Mail-Adresse: office@webdisk.io
- Die Reklamation muss in ihrem Inhalt mindestens enthalten:
2.1. Daten, die die Identifizierung des Kunden ermöglichen,
2.2. die Kontaktdaten des Kunden,
2.3. die Bezeichnung des reklamierten Dienstes,
2.4. die Darlegung der Gründe für die Einreichung der Reklamation,
2.5. das Datum und die Unterschrift des Kunden oder einer zu seiner Vertretung berechtigten Person.
- Der Dienstleister ist verpflichtet, die Reklamation innerhalb von 14 Tagen ab dem Datum ihrer Zustellung zu prüfen und innerhalb dieser Frist eine Antwort auf die eingereichte Reklamation an die vom Kunden in der Reklamation angegebene Post-, Fax- oder E-Mail-Kontaktadresse zu übersenden. Die Antwort auf die Reklamation ist vom Dienstleister zu begründen.
KAPITEL VIII. SCHLUSSBESTIMMUNGEN
- Die AGB treten mit dem Tag ihrer Veröffentlichung auf der Website des Dienstleisters in Kraft.
- Die Kommunikation zwischen den Parteien erfolgt in Form elektronischer Korrespondenz oder telefonisch. Die Parteien lassen auch andere Formen der Kommunikation zwischen ihnen zu, wobei für die Zwecke der Kommunikation die folgenden Kontaktdaten festgelegt werden: Dienstleister: Korrespondenzadresse: 05-091 Ząbki, ul. Baśniowa 1C/2, E-Mail-Adresse: office@webdisk.io Tel.-Nr.: +48 574311332 Der Kunde gibt seine Kontaktdaten bei der Bestellung der Dienstleistungen an. Die in diesem Absatz genannten Kontaktdaten werden von den Parteien auch in der Leistungsspezifikation aufgeführt.
- Das für den Vertrag sowie für die Auslegung der in Kapitel I und in Punkt 1 der AGB genannten Dokumente maßgebliche Recht ist das polnische Recht.
- Sollte sich eine der Bestimmungen des Vertrags oder der in Kapitel I Punkt 3 der AGB genannten Dokumente im Lichte der allgemein geltenden Rechtsvorschriften als unwirksam oder undurchsetzbar erweisen, so bleiben der Vertrag sowie die genannten Dokumente im Übrigen wirksam.
- Im Falle eines Streits über die Erfüllung des Vertrags oder die Bestimmungen der in Kapitel I Absatz 3 der AGB genannten Dokumente ist das für dessen Entscheidung zuständige Gericht das ordentliche Gericht, das örtlich nach dem Sitz des Dienstleisters zuständig ist.
- In dem durch die vorliegenden AGB, den Vertrag sowie die in Kapitel I Absatz 3 der AGB genannten Dokumente nicht geregelten Umfang finden die Vorschriften des Zivilgesetzbuchs, des Gesetzes über die Erbringung von Dienstleistungen auf elektronischem Wege vom 18. Juli 2002 über die Erbringung von Dienstleistungen auf elektronischem Wege (Dz. U. 2002, Nr. 144, Pos. 1204, mit späteren Änderungen) sowie die entsprechenden Vorschriften anderer Gesetze Anwendung.