WebDisk

Richtlinie zur zulässigen Nutzung der WebDisk-Dienste (AUP)

Version 1.0 · gültig ab 23. August 2026

Rechtsverbindlich ist die polnische Fassung; diese deutsche Übersetzung dient lediglich der Information. Der verbindliche Wortlaut ist unter webdisk.pl/zasady-korzystania veröffentlicht.

Dieses Dokument (die „AUP", von engl. Acceptable Use Policy) legt die Regeln für die zulässige Nutzung der Dienste fest, die Mazura sp. z o.o. unter der Marke WebDisk erbringt (der „Anbieter"). Die AUP ist Bestandteil des Vertrags und gilt für alle Kunden und Nutzer.

Großgeschriebene Begriffe haben die Bedeutung, die ihnen in den Allgemeinen Nutzungsbedingungen zugewiesen ist.

Verstöße melden: abuse@webdisk.io


1. Grundsatz

1.1. Der Kunde nutzt die Dienste im Einklang mit dem geltenden Recht, dem Vertrag und den guten Sitten, ohne Rechte Dritter zu verletzen und ohne die Nutzung der Dienste durch andere Kunden zu beeinträchtigen.

1.2. Der Kunde haftet für die Nutzung der Dienste durch Nutzer, denen er Zugang zu seinem Konto gewährt hat, wie für eigenes Handeln.

1.3. Die AUP legt Mindestregeln fest. Die Leistungsbedingungen des jeweiligen Dienstes können weitere Beschränkungen vorsehen, die sich aus dessen Besonderheiten ergeben.


2. Untersagte Handlungen

Die Dienste, das Netz und die Infrastruktur des Anbieters dürfen nicht für die nachstehend beschriebenen Handlungen genutzt werden.

2.1. Verletzung der Sicherheit

1) unbefugter Zugriff auf Daten, Systeme oder Netze — sowohl des Anbieters als auch Dritter, 2) Scannen, Sondieren oder Testen der Verwundbarkeit von Systemen oder Netzen sowie das Umgehen von Sicherungs- und Authentifizierungsmechanismen — ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung des Inhabers des Systems oder Netzes, 3) Abfangen von Daten, die nicht für den Kunden bestimmt sind, 4) Vortäuschen einer anderen Identität, Fälschen von Kopfzeilen oder Quelladressen, 5) Verbreitung von Werkzeugen, die den in den Nummern 1–4 genannten Handlungen dienen.

Sicherheitstests der eigenen Infrastruktur. Ein Kunde, derPenetrationstests der ihm im Rahmen des Dienstes bereitgestellten Ressourcendurchführen möchte, meldet dies vorab an security@webdisk.io und stimmtUmfang und Zeitpunkt mit dem Anbieter ab. Ohne Abstimmung durchgeführte Testsstellen unabhängig von ihrem Gegenstand einen Verstoß gegen die AUP dar.

2.2. Beeinträchtigung der Dienste

1) Handlungen, die eine übermäßige, nicht gerechtfertigte Belastung der Infrastruktur verursachen und die Nutzung der Dienste durch andere Kunden beeinträchtigen, 2) Angriffe auf die Verfügbarkeit (DoS, DDoS) sowie die absichtliche Überlastung von Übertragungssystemen, 3) Verbreitung von Schadsoftware, insbesondere Viren, Würmern, Trojanern und datenverschlüsselnder Software (Ransomware), 4) Verbreitung von Software zur Umgehung technischer Schutzmaßnahmen (Cracks, Schlüsselgeneratoren, Seriennummern), 5) Verwendung beschädigter oder europäischen Normen nicht entsprechender Geräte, sofern dies die Integrität des Netzes oder die Sicherheit von Personen gefährdet.

2.3. Missbrauch in der Kommunikation

1) Versand unerbetener kommerzieller Kommunikation (Spam) — unabhängig davon, ob der Versand aus der Infrastruktur des Anbieters erfolgt oder lediglich auf dort gehostete Ressourcen verweist, 2) Phishing, Internetbetrug, Diebstahl von Zugangsdaten, 3) Erheben und Verwenden von E-Mail-Adressen, Namen und sonstigen Identifikationsdaten ohne Einwilligung der betroffenen Personen, einschließlich automatisierter Erhebung (Scraping, Spidering), 4) Verbreitung falscher oder irreführender Informationen.

2.4. Unzulässige Software

1) Verbreitung von Software, die Informationen über den Nutzer ohne dessen Kenntnis erhebt oder übermittelt, 2) Verbreitung von Adware, es sei denn, dass kumulativ:

  • der Nutzer der Herunterladung und Installation auf Grundlage eines eindeutigen und deutlich sichtbaren Hinweises auf die Art der Software ausdrücklich zugestimmt hat und
  • die Software mit den Standardwerkzeugen des Betriebssystems entfernt werden kann.

2.5. Unzulässige Inhalte

Untersagt sind das Speichern, Veröffentlichen, Übermitteln und Bereitstellen — sowie das Verlinken — von Inhalten, die:

1) den sexuellen Missbrauch Minderjähriger darstellen, fördern oder sich anderweitig darauf beziehen, 2) Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass oder Diskriminierung fördern, zu Gewalt aufrufen oder Drohungen bzw. Belästigungen enthalten, 3) pornografisch sind und entgegen den Vorschriften zum Schutz Minderjähriger bereitgestellt werden, 4) Persönlichkeitsrechte oder die Privatsphäre von Personen verletzen, 5) in einer Weise irreführen, die Verbraucherschutzvorschriften verletzt, einschließlich Kettenbrief- und Schneeballsystemen, 6) die Sicherheit oder Gesundheit von Personen, die öffentliche Sicherheit oder die nationale Sicherheit gefährden, 7) Geschäftsgeheimnisse oder vertrauliche Informationen Dritter rechtswidrig offenlegen, 8) Urheberrechte, verwandte Schutzrechte, gewerbliche Schutzrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen oder der Umgehung technischer Schutzmaßnahmen für solche Rechte dienen, 9) Betäubungsmittel bewerben, Ausfuhrkontrollvorschriften verletzen oder illegales Glücksspiel bzw. illegalen Waffenhandel betreffen, 10) eine sonstige rechtswidrige Handlung oder den Aufruf dazu darstellen.

Begriff der „Inhalte". Als mit der Infrastruktur des Anbietersgespeicherte und übermittelte Inhalte gelten Inhalte auf Websites, inE-Mail-Nachrichten, in Dateien, in Freigabelinks und in jeder anderen überdas Netz übermittelten Form.

2.6. Urheberrechtlich geschütztes Material

Untersagt sind das Herunterladen, Veröffentlichen, Verbreiten, Kopieren und Verwenden urheberrechtlich geschützter Werke — insbesondere Texte, Musik, Filme, Software, Grafiken und Fotografien —, es sei denn:

1) der Rechteinhaber hat ausdrücklich zugestimmt oder 2) die Nutzung hält sich in den Grenzen der nach geltendem Recht zulässigen Nutzung.


3. Nutzung der Ressourcen

3.1. Der Kunde nutzt die zugewiesenen Ressourcen so, dass der ordnungsgemäße Betrieb der Dienste nicht beeinträchtigt wird. Beeinträchtigt die Art der Nutzung die Dienste für andere Kunden, kann der Anbieter unter Setzung einer angemessenen Frist die Wiederherstellung des normalen Nutzungsniveaus verlangen.

3.2. Der Anbieter gewährleistet nicht die Kompatibilität der vom Kunden eingesetzten Hard- und Software mit dem Dienst. Die Prüfung der Kompatibilität obliegt dem Kunden.

3.3. Der Kunde beachtet die Regeln der Netze, auf die er über die Dienste zugreift, einschließlich deren Nutzungsbedingungen und der allgemein anerkannten Regeln zur Nutzung von Netzressourcen.


4. Schutz der Reputation der IP-Adressen

4.1. Der Kunde unterlässt Handlungen, die dazu führen können, dass IP-Adressen des Anbieters auf Reputationslisten (Blocklisten) gesetzt werden, wie sie beispielsweise von spamhaus.org geführt werden.

4.2. Wird eine dem Konto des Kunden zugewiesene IP-Adresse infolge des Verhaltens des Kunden auf eine solche Liste gesetzt, stellt dies einen Verstoß gegen die AUP dar. Der Anbieter kann die zum Schutz der Reputation des eigenen Adressraums erforderlichen Maßnahmen ergreifen, einschließlich der Einschränkung oder Aussetzung des Dienstes.

4.3. Der Anbieter unterrichtet den Kunden über die ergriffenen Maßnahmen und — soweit möglich — über den Grund der Listung und wirkt bei der Entfernung des Eintrags mit, sofern dieser ohne Verschulden des Kunden erfolgt ist.


5. Schutz der Integrität der Infrastruktur

5.1. Im Rahmen des Dienstes gespeicherte Daten können unter Quarantäne gestellt oder gelöscht werden, wenn sie mit Schadsoftware infiziert oder in einem Maße beschädigt sind, das das System oder die Daten anderer Kunden gefährdet.

5.2. Der Anbieter wendet die Maßnahme nach Ziffer 5.1 nur im erforderlichen Umfang an, unterrichtet den Kunden unverzüglich und ermöglicht — soweit technisch möglich und sicher — den Abruf der unter Quarantäne gestellten Daten.

5.3. Der Anbieter führt keine allgemeine Überwachung der von Kunden gespeicherten Inhalte durch. Ziffer 5.1 betrifft automatisierte Mechanismen zum Schutz der Integrität der Infrastruktur, nicht die Bewertung von Inhalten.


6. Folgen eines Verstoßes

6.1. Wird ein Verstoß gegen die AUP festgestellt, kann der Anbieter Maßnahmen ergreifen, die der Schwere des Verstoßes angemessen sind:

| Maßnahme | Wann |
|---|---|
| Aufforderung zur Beendigung des Verstoßes unter Fristsetzung | Regelfall — zuerst anzuwendende Maßnahme |
| Einschränkung des Leistungsumfangs oder Sperrung des Zugangs zu bestimmten Inhalten | Wenn der Verstoß trotz Aufforderung fortdauert oder konkrete Inhalte betrifft |
| Aussetzung des Dienstes | Wenn der Verstoß erheblich ist und trotz Aufforderung nicht behoben wurde |
| Sofortige Aussetzung ohne vorherige Aufforderung | Wenn der Verstoß eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit des Dienstes, die Daten anderer Kunden oder Dritte begründet oder wenn Rechtsvorschriften bzw. eine Entscheidung einer zuständigen Behörde dies verlangen |
| Kündigung des Vertrags | Nach Maßgabe von §14 der Allgemeinen Nutzungsbedingungen |

6.2. Mitteilung und Begründung. Der Anbieter unterrichtet den Kunden unverzüglich — und soweit möglich vor deren Anwendung — über jede ergriffene Maßnahme unter Angabe des Grundes, des Umfangs und der Dauer der Maßnahme sowie des Rechts, Beschwerde einzulegen. Betrifft die Maßnahme vom Kunden gespeicherte Inhalte, enthält die Mitteilung die in §10.6 der Allgemeinen Nutzungsbedingungen genannten Angaben.

6.3. Beschwerde. Dem Kunden steht gegen die Entscheidung des Anbieters die Beschwerde nach Maßgabe von §10.7–10.8 der Allgemeinen Nutzungsbedingungen zu.

6.4. Recht auf die Daten. Die Aussetzung oder Kündigung des Vertrags wegen eines Verstoßes gegen die AUP lässt das Recht des Kunden auf Abruf der Kundendaten nach §14 der Allgemeinen Nutzungsbedingungen unberührt, es sei denn, die Herausgabe der Daten wäre rechtswidrig oder stünde einer Entscheidung einer zuständigen Behörde entgegen.

6.5. SLA-Gutschriften. Die im SLA vorgesehenen Gutschriften gelten nicht für Unterbrechungen des Dienstes, die auf den in diesem Abschnitt beschriebenen Maßnahmen beruhen.


7. Meldung von Verstößen

7.1. Verstöße gegen die AUP können an abuse@webdisk.io gemeldet werden. Die Meldung sollte den Verstoß beschreiben, die betroffene Ressource benennen und die Kontaktdaten des Meldenden enthalten.

7.2. Meldungen zu rechtswidrigen Inhalten werden nach dem in §10 der Allgemeinen Nutzungsbedingungen festgelegten Verfahren behandelt, das die Anforderungen des Gesetzes über digitale Dienste (DSA) umsetzt. Eine an abuse@webdisk.io gesendete Meldung wird ohne erneute Einreichung in dieses Verfahren überführt.

7.3. Meldungen von Sicherheitsvorfällen und von Schwachstellen in den Diensten des Anbieters nimmt security@webdisk.io entgegen.


8. Änderungen der AUP

Für Änderungen der AUP gilt §15 der Allgemeinen Nutzungsbedingungen.


Richtlinie zur zulässigen Nutzung der WebDisk-Dienste (AUP) · Version 1.0 · gültig ab 23. August 2026